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Retell/Summarize Information in Narrative Form Practice Test

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Question
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Q1

Lies die eingebettete Erzählung und fasse die wichtigsten Ereignisse in eigenen Worten zusammen.

Am frühen Morgen des 6. Dezember wachte Lukas in Salzburg auf, weil im Stiegenhaus schon Schritte hallten und jemand leise lachte; seine Mutter sagte, der Nikolaus sei „unterwegs“, und obwohl Lukas sich für „zu alt“ hielt, stellte er doch seine geputzten Stiefel vor die Tür, um keinen Fehler zu machen. In der Schule erzählte Franziska, sie habe gestern den Krampuslauf gesehen, und sie zitierte ihren Onkel: „Ohne Respekt vor der Tradition wird’s nur ein Spektakel.“ Nach dem Unterricht gingen Lukas und Franziska zum Domplatz, wo sich eine kleine Menschenmenge sammelte, denn der Nikolaus sollte gleich ankommen; ein älterer Mann erklärte ihnen, dass der Nikolaus in der Region nicht nur Geschenke bringe, sondern auch ermahne, damit Kinder „auf dem rechten Weg“ blieben. Plötzlich klirrten Ketten, und mehrere Krampusse mit Fellmasken traten auf; Lukas erschrak, doch Franziska flüsterte: „Keine Panik, die erschrecken nur – das gehört dazu.“ Ein Ordner bat die Jugendlichen indirekt, Abstand zu halten, weil die Maskenträger sonst zu dicht an die Zuschauer gerieten, und Lukas merkte, wie schnell aus Neugier Unruhe werden konnte. Kurz darauf erschien der Nikolaus in Bischofstracht, las aus einem goldenen Buch vor und lobte „Hilfsbereitschaft und Fleiß“, während er zugleich mahnte, man solle nicht nur an sich denken; Lukas fühlte sich ertappt, weil er seinem kleinen Bruder zuletzt oft aus dem Weg gegangen war. Als der Nikolaus Kindern Nüsse und Mandarinen gab, sagte eine Mutter neben Lukas, es sei ihr wichtig, dass die Kinder lernten, dass Belohnung und Verantwortung zusammengehörten. Auf dem Heimweg gestand Lukas Franziska, er habe den Krampus zuerst für „bloßen Klamauk“ gehalten, doch jetzt verstehe er besser, dass Angst und Humor hier eine pädagogische Rolle spielten. Zu Hause fand Lukas im Stiefel Schokolade und einen Zettel, auf dem stand: „Wer andere stärkt, wird selbst stärker.“ Am Abend erzählte er seinem Bruder die ganze Geschichte, und er nahm sich vor, am nächsten Tag freiwillig beim Adventsbasar der Schule mitzuhelfen.

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